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Guide Michelin 2026: Sterneregen für Spitzenköche

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Guide Michelin 2026: Sterneregen für Spitzenköche
Eine Bühne für die besten Köche des Landes: In Frankfurt vergab der Guide Michelin die Sterne für das Jahr 2026. © Tim Fraats

Bei der Verleihung der Michelin-Sterne in Frankfurt wurden insgesamt 339 Restaurants in Deutschland mit mindestens einem Stern ausgezeichnet. An der Spitze gab es nur einen Neuzugang.

Applaus, Jubelschreie und strahlende Köche: In Frankfurt sind die neuen Michelin-Sterne an Spitzenküchen in Deutschland verliehen worden. Insgesamt 339 Betriebe können sich in diesem Jahr mit mindestens einem Stern des Gourmetführers Guide Michelin schmücken. Der Internationale Direktor, Gwendal Poullennec, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Gastronomen im Lande. „Sie legen reichlich Know-how, Kreativität und einen unvermindert hohen Qualitätsanspruch an den Tag. Die große Zahl an Auszeichnungen ist der beste Beweis dafür und ein Zeichen der verdienten Anerkennung.“

Neuzugang in der Drei-Sterne-Liga

Neu in den Olymp der Drei-Sterne-Restaurants wurde einzig das „L.A. Jordan“ in Deidesheim (Rheinland-Pfalz) neu aufgenommen. „Ich bin platt“, sagte Küchenchef Daniel Schimkowitsch auf der Bühne. Seine Küche besteche „mit einer wunderbaren Klarheit, die allerbeste Produkte perfekt in Szene setzt – mit spannenden und harmonischen Kombinationen“, so das Urteil der Michelin-Inspektoren.

Die Zahl der Drei-Sterne-Restaurants liegt damit weiterhin bei zwölf. Das „Aqua“ in Wolfsburg hatte Anfang des Jahres seine Türen geschlossen, weil Küchenchef Sven Elverfeld sich auf etwas Neues konzentrieren wollte. Die anderen elf Drei-Sterne-Häuser konnten ihre Sterne behalten, wie aus dem neuen Restaurantführer hervorgeht, der Ende Juli erscheinen soll. 

Alle Drei-Sterne-Restaurants im Überblick

  • Restaurant „Bareiss“ in Baiersbronn
  • „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn
  • „Rutz“ in Berlin
  • „L.A. Jordan“ in Deidesheim
  • „Waldhotel Sonnora“ in Dreis
  • „Essenz“ in Grassau
  • Restaurant „Haerlin“ in Hamburg
  • „The Table Kevin Fehling“ in Hamburg
  • „Jan“ in München
  • „Tohru in der Schreiberei“ in München
  • „Victor´s Fine Dining by Christian Bau“ in Perl
  • „Schanz Restaurant“ in Piesport

Zwei neue Zwei-Sterne-Häuser in Frankfurt

Für die Frankfurter Köche gestaltete sich die Verleihung am Main zu einem erfreulichen Heimspiel: Das „Rausch“ mit Küchenchef Joachim Busch kam direkt von null auf zwei Sterne. Zwei Sterne gingen zudem an Niclas Nussbaumer für das im Dezember neu eröffnete „The Dune“. Des weiteren ergatterte das Restaurant „Lohninger“ seinen ersten Stern. 

Ebenfalls mit zwei Sternen wurde die „Mühle“ in Schluchsee (Baden-Württemberg) geehrt. Er müsse sich nicht kneifen, sagte Küchenchef Fabian Obergfell. Dafür habe er 20 Jahre hart geschuftet. Aber es mache es ihn superstolz, hier zu stehen. 

Sonderpreise in vier Kategorien

  • Zur besten Neueröffnung („Opening of the Year Award“) wurde „The Cloud by Käfer“ in München gekürt. Küchenchef Jens Madsen kam auf Anhieb von null auf zwei Sterne.
  • Der „Young Chef Award“ geht Axel Boesen vom „Dopamin“, der zugleich seinen ersten Stern bekam. Das Restaurant in Saarburg (Rheinland-Pfalz) wurde erst im September 2025 eröffnet.
  • Mit dem „Sommelier Award“ wurde Noris F. Conrad vom „Tantris“ in München ausgezeichnet.
  • Der "Service Award" ging an Karin Weißer aus dem Restaurant "Sankt Benedikt" in Aachen.

Laut Michelin gibt es nun 48 Zwei-Sterne-Restaurants in Deutschland, darunter vier neue, sowie 279 Ein-Stern-Häuser, darunter 20 neue. Aber immer wieder müssen Häuser auch ihre Sterne abgeben – weil sie geschlossen werden, ein neues Konzept haben oder sich die Qualität verschlechtert hat. In Bayern etwa wurde vier Häusern die Auszeichnung gestrichen. In Hamburg musste das „Bianc“ in der Hafencity seine beiden Sterne abgeben. 

Auf der Suche nach den besten Adressen sind die Testerinnen und Tester anonym im Einsatz. Der Vergabe der Sterne liegt ein einheitliches Bewertungssystem zugrunde. Als Kriterien gelten unter anderem die Qualität der Produkte, eine persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine auf Dauer gleichbleibende Qualität.

Erste Sterne in Deutschland wurden vor 60 Jahren verliehen

Der kleine rote Reiseführer Guide Michelin sollte vor mehr als 100 Jahren mehr Autofahrer zum Reisen bewegen und so den Absatz der französischen Reifenfirma Michelin ankurbeln. Erstmals erschien er 1910 und enthielt zunächst Karten sowie Tipps für Autofahrer zum Tanken, Reifenwechseln, Essen und Übernachten. In Deutschland gab es 1966 die ersten Michelin-Sterne – vor genau 60 Jahren. dpa

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