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Daniel Humm eröffnet HUMM in New York | 25 Mio. Dollar

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Daniel Humm eröffnet HUMM in New York | 25 Mio. Dollar

HUMM in New York: Daniel Humm verbindet Spitzenküche mit familiärer Atmosphäre

25 Millionen Dollar Investition, ein aufwendig gestaltetes Interieur und eine Nachfrage, die schon kurz nach der Eröffnung für Aufsehen sorgt: Mit seinem neuen Restaurant HUMM schlägt der Schweizer Spitzenkoch Daniel Humm ein neues Kapitel in New York auf. Statt ausschließlich auf avantgardistische Inszenierung setzt er auf saisonale Zutaten, vertraute Gerichte und eine Atmosphäre, die zum Wiederkommen einlädt.

Der Name ist Programm. HUMM soll sich wie ein Ort anfühlen, an dem Menschen zusammenkommen, gemeinsam essen und genießen. Das Konzept steht damit für eine Form der gehobenen Gastronomie, die kulinarischen Anspruch mit Wärme und Zugänglichkeit verbindet. In New York scheint dieser Ansatz auf großes Interesse zu stoßen: Berichten zufolge stehen bereits rund 1.000 Gäste auf der Warteliste.

25 Millionen Dollar für ein Gesamtkunstwerk aus Küche, Design und Kunst

Mit HUMM verwirklicht Daniel Humm ein besonders persönliches Restaurantprojekt. Für die Gestaltung der Räumlichkeiten arbeitete er mit dem französischen Designer Pierre Yovanovitch zusammen. Auch renommierte Künstler wie Francesco Clemente und Rashid Johnson prägen das Erscheinungsbild des Restaurants mit eigens geschaffenen Kunstwerken.

Warme Rot- und Ockertöne, individuell gestaltete Möbel und ausgewählte Materialien schaffen ein Ambiente, das bewusst auf Behaglichkeit statt auf kühle Perfektion setzt. Im Zentrum steht ein großer, holzbefeuerter Ofen, der die offene Küche zum prägenden Element des Raumes macht. Licht, Akustik und Musik ergänzen das Konzept.

Hinter dem Projekt steht ein Team von rund 150 Mitarbeitenden. Der Anspruch reicht dabei weit über die Qualität einzelner Gerichte hinaus: Architektur, Kunst, Service und Kulinarik sollen zu einem stimmigen Gesamterlebnis verschmelzen.

Saisonale Küche statt kulinarischer Überinszenierung

Kulinarisch verfolgt HUMM eine klare Philosophie: Hochwertige Produkte sollen für sich sprechen. Die À-la-carte-Karte orientiert sich an der Saison und verbindet moderne amerikanische Küche mit Gerichten, die zum Teilen gedacht sind. Gemüse von ausgewählten Erzeugern und Humms eigenen Magic Farms spielt dabei eine zentrale Rolle.

Wie konsequent dieser Produktfokus umgesetzt wird, zeigt sich bereits bei vermeintlich einfachen Zutaten. Verschiedene Rettichsorten werden roh oder leicht eingelegt serviert, begleitet von fermentiertem Rettich, Zitronen-Vinaigrette und grünem Apfel. Frische, Säure und unterschiedliche Texturen stehen im Vordergrund, ohne das Produkt unnötig zu überdecken.

Auch bei Fisch und Meeresfrüchten bleibt die Küche präzise und zurückhaltend. Austern, Muscheln, Hamachi und Jakobsmuscheln werden mit frischen Kräutern, Yuzu-Vinaigrette oder feinen Chiliaromen kombiniert. Das Ergebnis ist eine Küche, die ihre Raffinesse nicht über möglichst viele Komponenten definiert, sondern über die Qualität der Zutaten und deren Zusammenspiel.

Vom Holzkohlegrill auf den Teller: Vertraute Gerichte mit Charakter

Der große Holzofen und der Holzkohlegrill bilden das kulinarische Herzstück des Restaurants. Hier entstehen Gerichte, bei denen Röstaromen, Textur und der Eigengeschmack der Produkte entscheidend sind.

Neben saisonalem Gemüse finden sich Fischgerichte und Klassiker wie gebratenes Hähnchen zum Teilen auf der Karte. Diese Rückkehr zu vertrauten Aromen ist Teil des Konzepts: HUMM möchte keine Distanz zwischen Spitzenküche und Gast schaffen, sondern Gerichte servieren, die ebenso hochwertig wie unmittelbar zugänglich sind.

Damit unterscheidet sich das neue Restaurant bewusst von Humms berühmtem Drei-Sterne-Restaurant Eleven Madison Park. Während dort die avantgardistische Küche und das ausgefeilte Degustationserlebnis im Mittelpunkt stehen, bietet HUMM mehr Flexibilität und eine entspanntere Form des Fine Dining.

„Milk and Honey“: Ein Dessert mit persönlicher Geschichte

Zum Abschluss wartet ein Dessert, das für Daniel Humm mehr als eine süße Kreation ist. „Milk and Honey“ greift eine Kombination auf, die eng mit seinen kulinarischen Erinnerungen und früheren Restaurantkonzepten verbunden ist.

Die aktuelle Interpretation vereint Milcheis beziehungsweise Softeis mit getrocknetem Milchschaum, Blütenpollen, Honiggebäck und Salzkaramell. Unterschiedliche Texturen treffen auf die Verbindung von cremigen, süßen und leicht salzigen Aromen.

Das Dessert steht exemplarisch für die Philosophie von HUMM: Vertraute Geschmackserlebnisse werden neu gedacht, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. Gerade diese Verbindung aus Erinnerung, Handwerk und moderner Präsentation macht den Reiz aus.

Wein als Teil des Gesamterlebnisses

Wo hochwertige Produkte, präzise Zubereitung und eine anspruchsvolle Gastlichkeit zusammenkommen, spielt auch die Getränkebegleitung eine wichtige Rolle. Die Weinkarte von HUMM verbindet etablierte Anbaugebiete und renommierte Produzenten mit weniger erwartbaren Entdeckungen. Champagner nimmt dabei ebenso Raum ein wie Weine aus aufstrebenden Regionen.

Eine solche Auswahl passt zum gastronomischen Konzept: Wein soll Gerichte ergänzen, neue Geschmackseindrücke eröffnen und zugleich Raum für persönliche Vorlieben lassen. Gerade bei einer Küche, die auf saisonale Zutaten, Frische und feine Röstaromen setzt, bietet die Kombination von Speisen und Wein vielfältige Möglichkeiten – von präzisen, mineralischen Weißweinen bis hin zu charaktervollen Flaschen mit mehr Struktur.

Für Weinliebhaber ist HUMM damit nicht nur wegen seines prominenten Küchenchefs interessant, sondern auch als Beispiel dafür, wie eine durchdachte Weinauswahl ein modernes Restaurantkonzept prägen kann.

HUMM und Eleven Madison Park: Zwei Perspektiven auf die Küche von Daniel Humm

Mit HUMM erweitert Daniel Humm sein gastronomisches Portfolio um ein Konzept, das Nähe, Produktqualität und unkomplizierten Genuss stärker in den Mittelpunkt rückt. Das neue Restaurant ergänzt das weiterhin bestehende Eleven Madison Park, in dem Humm seine vielfach ausgezeichnete, avantgardistische Küche präsentiert.

Beide Adressen folgen unterschiedlichen Ansätzen, teilen jedoch den Anspruch, Essen als ganzheitliches Erlebnis zu verstehen. Bei HUMM entsteht dieses Erlebnis aus dem Zusammenspiel von saisonaler Küche, offenem Feuer, Kunst, Design und Gastlichkeit.

Die hohe Nachfrage kurz nach der Eröffnung deutet darauf hin, dass dieses Konzept in New York einen Nerv trifft. HUMM zeigt, dass Spitzenküche nicht zwangsläufig immer komplexer oder formeller werden muss. Manchmal liegt die eigentliche Kunst darin, hervorragende Produkte mit handwerklicher Präzision zuzubereiten und daraus einen Ort zu machen, an den man gerne zurückkehrt.

 

(Quelle: https://www.falstaff.com/de/news/25-millionen-dollar-daniel-humm-eroeffnet-neues-restaurant-in-new-york , Bild: Craig McDean)

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